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Künstlisch generierte Bilder aus der Kinderbuchsammlung Benjamin

Kategorien

Urheber

Ilan Manouach

Datierung

2022

Material

Digital

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Künstlisch generierte Bilder aus der Kinderbuchsammlung Benjamin

© Ilan Manouach

Synthetisch produziert

von Dr. Felix Giesa

Man muß sich darauf gefaßt machen, daß so große Neuerungen die gesamte Technik der Künste verändern, dadurch die Invention selbst beeinflussen und schließlich vielleicht dazu gelangen werden, den Begriff der Kunst selbst auf die zauberhafteste Art zu verändern.

Diese Worte Paul Valérys stellt Walter Benjamin seinem Kunstwerk-Aufsatz voran. In den technisch-reproduktiven Möglichkeiten der Moderne, etwa Film und Fotografie, sah Benjamin einen Umbruch für die Kunst – bis hin zum ‚Verfall der Aura‘. Gemeint ist damit eine Veränderung der ökonomischen und symbolischen Funktionen von Bildern. Diese Bilder, die auch auf dem Monitor auf der Rückseite der Klappen zu sehen sind, wurden durch einen Algorithmus des Medienkünstlers Ilan Manouach auf der Grundlage der Bilder aus den Kinderbüchern der Sammlung Benjamin automatisch generiert. Sie stellen somit knapp hundert Jahre nach Benjamin eine Versuchsanordnung für einen neuen technisch-reproduktiven Umbruch dar: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner softwaregestützten Selbstgenerierung. Aufschlussreich sind hierbei unter anderem die an anderer Stelle von uns bewußt ausgesparten kolonialen und rassistischen Darstellungen: Die Software liest sie mit im Gesamtpool aller Bilder, vermischt sie und unterbricht mit den disruptiven Ergebnissen die kontinuierliche Reproduktion vorurteilsbehafteter Bilder.

Felix Giesa ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kustos am Institut für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Die Objekterzählung entstand im Rahmen der Ausstellung "ein/aus gepackt: Kinderbuchsammlung Benjamin" (Oktober 2022-Februar 2023), in der ausgewählte Bücher der Sammlung aus unterschiedlichen fachlichen und persönlichen Perspektiven kommentiert wurden.

Literatur

Zwei ausgewählte Reproduktionen aus der Medieninstallation, die Ilan Manouach eigens für die Ausstellung angefertigt hat. (2022)
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Über die Plattform


Entstehungskontext der Plattform

Die Plattform wurde von der Studiengruppe "sammeln, ordnen, darstellen" am Forschungszentrum für Historische Geisteswissenschaften entwickelt und im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Goethe-Universität im Jahr 2014 eröffnet. Ihr Aufbau war eng mit der Ausstellung „Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität“ verknüpft, die von Oktober 2014 bis Februar 2015 im Museum Giersch der Goethe-Universität zu sehen war. Viele der Objekterzählungen waren auch in der Ausstellung zu lesen und sind im Katalog abgedruckt worden; viele Ausstellungstexte haben wiederum den Weg in die Plattform gefunden. Ebenso wurden die auf der Plattform gezeigten Filme sowie viele der Fotografien eigens für die Ausstellung produziert.

Leitung der Studiengruppe und Herausgabe der Plattform

Dr. Judith Blume (heute: Koordinatorin der Sammlungen an der Goethe-Universität)
Dr. Vera Hierholzer (bis 2018; heute: Direktorin des Museums für Industriekultur in Osnabrück)
Dr. Lisa Regazzoni (bis 2020; heute: Professur für Theorie der Geschichte an der Universität Bielefeld)

Betreuung der Plattform

Sammlungskoordination der Goethe-Universität
Universitätsbibliothek Johann-Christian-Senckenberg
sammlungen@uni-frankfurt.de

Programmierung

Sven Winnefeld
www.winkin-verlag.de

Design

FGS Kommunikation – Steffen Grzybek, Martin Schulz GbR
www.fgs-kommunikation.de

Developed By

Jatinkumar Nakrani
linkedin
Github

Team der Jubiläumsausstellung "Ich sehe wunderbare Dinge. 100 Jahre Sammlungen der Goethe-Universität" von 2014

Dr. Charlotte Trümpler (Projektleitung und Kuratorin; Autorenkürzel: CT)
Dr. Judith Blume (Kuratorin, Autorenkürzel: JB)
Dr. Vera Hierholzer (Kuratorin, Autorenkürzel: VH)
Dr. Lisa Regazzoni (wissenschaftliche Mitarbeit, Autorenkürzel: LR)

Fotografien

Die Fotografien wurden von den einzelnen Sammlungen oder Autoren zur Verfügung gestellt sowie von Tom Stern (Sammlungsräume und Objekte), Uwe Dettmar (Objekte) und Jürgen Lechner (Objekte) angefertigt. Die Nachweise finden Sie bei den entsprechenden Abbildungen. Sollte trotz sorgfältiger Recherche ein Rechteinhaber oder Fotograf nicht genannt sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.

Filmproduktion

Sophie Edschmidt (Regie und Schnitt)
Philipp Kehm (Kamera)
Philipp Gebbe (Musik)
Dr. Charlotte Trümpler (Idee und Beratung)

Finanzierung